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Juni 2022

Marktkommentar 17.06.2022: Verhalten in volatilen Märkten

Erträge pro Kalenderjahr

Ukraine-Krieg, höhere Inflation, höhere Zinsen, Lieferengpässe, steigende Rezessionsrisiken - viele negative Nachrichten sorgen für starke Kursrückgänge an den internationalen Aktienmärkten. 

Wieviel ist eingepreist?

Die immer wieder gleiche, entscheidende Frage. Aus unserer Sicht schon einiges: Insbesondere bei den Inflationsdaten ist unseres Erachtens das meiste schon eingepreist. Beim Thema Ukraine-Konflikt ist das nicht zu prognostizieren. Die Volatilität wird hoch bleiben. Aber es ist z.B. auch denkbar, dass in einigen Monaten Meldungen wie „USA-Inflation sinkt von 8 auf 7% ertönen“. Das ist immer noch hoch, aber die Meldung könnte sogar positiv interpretiert werden. Das Gleiche gilt für die Zinsen: Starke Zinserhöhungen in den USA sind eingepreist. Die Umsetzung wird die Märkte nicht mehr überraschen. Auch in Europa sind höhere Zinsen wahrscheinlich, aber wir erwarten keine mit früheren Zyklen vergleichbaren Erhöhungen, sondern nur kleinere Anpassungen, die ebenfalls bereits zu einem großen Teil eingepreist sind. Anders ist es bei weiteren möglichen Lockdowns in China – das ist sicher zum Teil eingepreist, aber ganz negative Verläufe noch nicht. 

Es gibt auch Positives

  • Die negativen Nachrichten werden bereits seit einigen Monaten verarbeitet, das ist positiv zu sehen.
  • Es gibt wieder Zinsen. So rentieren beispielsweise amerikanische Staatsanleihen schon wieder um 3% (10 Jahre Laufzeit). Die Renditen von Unternehmensanleihen sind ebenfalls stark angestiegen, diese liegen vielfach schon wieder zwischen 2 bis 6% - je nach Bonität und Region. 
  • Viele gute Unternehmen erzielen aktuell zwar geringere Umsätze, die Gewinnmargen sind jedoch höher, da sich höhere Preise leichter durchsetzen lassen.
  • Die Bewertungen liegen an vielen Aktienmärkten unterhalb ihrer langfristigen Durchschnitte. Auch die hohen Bewertungen bei den überbeliebten US Technologietiteln haben sich abgebaut.
  • Wie von uns erwartet und kommuniziert ist die Euphorie für Themenfonds wie weggeblasen und passive Indexfonds (ETFs) verlieren in vielen Bereichen überproportional. Es sind gute Zeichen, dass sich die Anlegerwelt wieder ein Stück weit von kurzfristig agierenden Anleger:innen hin zu langfristig orientierten Investor:innen verschiebt.
  • Die Insiderkäufe bei Aktien steigen stark an - ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmenslenker:innen ihre eigenen Unternehmen (die sie selbst am besten kennen) für preiswert halten.

Antizyklisch und geduldig agieren

Warren Buffet:
"Ohne Geduld gibt es keine Aktiengewinne. Wer nicht bereit ist, zu seiner Geldinvestition eine Geduldinvestition zu leisten, sollte sich vom Aktienmarkt fernhalten. Kurzfristige Gewinne sind immer zufallsbedingt. Sie haben nichts mit Sachverstand und Können zu tun. Langfristige Gewinne werden sich bei der Beteiligung an erstklassigen Unternehmen dagegen sehr sicher einstellen. Ich werde ängstlich, wenn andere gierig werden und werde gierig, wenn die anderen ängstlich werden.

Unser Marktkommentar vom 13.03.2020: Rottmann Finanz rät zu Hamsterkäufen
Ein gutes Beispiel waren die extremen Kursrückgänge an den Aktienmärkten zum Beginn der Covid-Krise. Es war eben richtig, in der Panikphase im Frühjahr 2020 Aktienfonds zu kaufen. Abwarten, bis die Krise vorbei ist, ist keine kluge Strategie - dann sind die Preise schon wieder sehr hoch. 

Cost Average Effekt
Immer richtig liegt man in volatilen Marktphasen mit monatlichen Zahlungen. Dieses sehr einfache Prinzip wird in der Vermögensberatung allgemein unterschätzt und selten aktiv beraten. Dabei ist es nicht nur ein einfaches Mittel für junge Sparer/Innen sondern auch für vermögende Investoren eine intelligente Teilstrategie im Rahmen eines Gesamtmix aus Einmalanlagen in Misch-und Aktienfonds sowie monatlichen Käufen von sehr volatilen Aktienfonds.

Schwankungen sind Normalität an den Aktienmärkten

Das Jahr 2021 war durch außergewöhnlich geringe Schwankungen gekennzeichnet. In den meisten Aktienjahren gehören zweistellige Kursrückgänge während des Jahres genauso wie die überwiegend positiven Jahresgesamtergebnisse zur Normalität. Die nachstehende Darstellung von JPMorgan zeigt die maximalen Kursrückänge während eines Kalenderjahres und die absoluten Jahresergebnisse am Beispiel des MSCI Europa Index. Die Jahreserträge waren in 32 von 42 Jahren positiv. Im Durchschnitt fielen die Kurse im Jahresverlauf aber um 15,4% (2021: 5%).

Erträge pro Kalenderjahr und Verluste im Jahresverlauf

Aufgrund der hohen Schwankungen ist ein Rein und Raus selten eine erfolgreiche Strategie. Die erfolgreichsten Langfristinvestoren wie Warren Buffet haben ihre Performance nicht mit kurzfristigem Trading sondern mit einer langfristigen, wertorientierten Anlagestrategie erzielt. Dabei nutzen sie Phasen stark fallender Kurse, um Qualität zu günstigern Preisen nachzukaufen. 

Rollierende langfristige Betrachtung statt Jahresergebnisse
Wir empfehlen bei der Analyse von Fondsergebnissen eine rollierende Betrachtung, insbesondere bei Misch- und Aktienfonds. Nachstehend zwei Beispiele für die rollierenden Ergebnisse unserer Top Mischfonds:

 


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